Über meine Pferde

Marabu

Gideon-Schroeder_asraelMarabu ist mein erstes eigenes Pferd, das ich mit 16 Jahren am 1. November 2008 kaufte. Nachdem ich sie einige Jahre kannte und oft geritten bin, sollte sie mit ihren 14 Jahren zum Schlachter, da sie seit langer Zeit lahm war und der Hof, auf dem sie lebte, aufgelöst werden sollte. Als sie dann bei mir war, setzte ich alles daran, dass ihre durch eine schwere Sehnenverletzung bedingte Lahmheit ausheilen konnte. Nach langer Zeit der Pflege konnte die Sehne ausheilen.

Doch Marabu erwies sich als schwieriges Pferd. Sie war sehr eigenwillig und wollte immer ihren Kopf durchsetzen. Da ich in den Reitschulen immer den gleichen Umgang mit Pferden kennen gelernt hatte, konnte ich nicht erkennen, was schief lief. Ich suchte nach Alternativen des Umgangs mit Pferden. Als ich anfing mich mit dem Thema „Pferdeflüstern“ zu beschäftigen, schaffte ich es, zu Marabu durchzudringen. Nun ist Marabu ein sehr umgängliches Pferd, welches mir viel Vertrauen entgegenbringt.

Ich bin sehr froh, dass Marabu mein erstes Pferd geworden ist. Ohne sie wäre ich wohl nie zu einer anderen Sichtweise zu Pferden gekommen, die geprägt ist durch Verständnis und Respekt. Mittlerweile bin ich für Marabu zu groß und zu schwer geworden. Spazieren gehen mag sie sehr gerne und einfach die Natur genießen. Sie erfreut sich aber auch sehr daran, mit ihren Herdenkumpels ihr Leben zu genießen.

Asrael

Gideon-Schroeder_asraelAsrael ist mein zweites Pferd. Am 01. Juni 2013 kaufte ich ihn mit 4 Jahren. Er ist ein Arabermixwallach, den die Vorbesitzerin aus einer Notvermittlung übernommen hatte. Sein erster Besitzer, ein älterer Herr, erlitt einen Schlaganfall und für die Pferde mussten Plätze gefunden werden. Leider war der Gesundheitszustand des Besitzers schon lange nicht mehr gut. Bis zu Asraels drittem Lebensjahr erfolgte kaum Handling, mit Ausnahme der Kastration, die mit ca. 1,5 Jahren erfolgte. Mit viel Geduld seiner Vorbesitzerin wurde er halfterführig.

Allerdings gab es erhebliche Probleme. Asrael war allgemein ängstlich im Umgang. Er ließ sich kaum anfassen und nur sehr schwer einfangen. Reiten war bei ihm ebenso Fehlanzeige. Somit wurde Asrael als „Problempferd“ verkauft, der noch viel Zeit benötigt und nur langsam lernt. Ich übernahm ihn in erster Linie aus Sympathie. Er schien zu mir zu passen. Ich war mir sicher, wir würden uns gut verstehen und so ist es auch. Es ist nicht immer leicht mit ihm, da er sehr schnell in Aufregung gerät und sehr sensibel ist.

Aber gerade deshalb konnte ich bereits sehr viel von ihm lernen. Zu Beginn ging es in erster Linie darum, Zeit mit ihm zu verbringen, damit er Vertrauen fassen kann. Mittlerweile ist er bereit, sich überall anfassen zu lassen und kommt mir freudig entgegen, wenn ich ihn von seiner Wiese hole. Nachdem er zum Großteil seine Angst verloren hatte, begannen wir mit Freiarbeit. Dabei ist er immer sehr verspielt. Er hat schon viel gelernt, er kann in sehr schöner Dehnungshaltung laufen und ein paar andere Übungen meistert er ebenfalls grandios. In den kommenden Jahren soll er mich auf diversen Shows begleiten.